Die Liste der Vorurteile über Zahnbehandlungen im Ausland ist lang: Heruntergekommene Praxen, unfreundliche und schlecht ausgebildete Ärzte und Sprechstundenhilfen, die den Patienten kaum verstehen und umgekehrt. Tatsächlich gibt es auch heute noch Kliniken, besonders in Grenzgebieten, die bei der Behandlung vor allem auf hohe Wirtschaftlichkeit setzen und ihren Patienten Kronen am Fließband verpassen.

Die Qualitätsunterschiede sind also groß. Wenn Sie sich aber bei der Suche nach einer Klinik gut informieren, steht einer erfolgreichen und günstigen Behandlung im Ausland nichts im Wege.

Gesetzliche Krankenkassen unterstützen Zahntourismus

Inzwischen zerstreuen sogar gesetzliche Krankenkassen die Bedenken hinsichtlich der Qualität einer preiswerten Behandlung. In Brandenburg zum Beispiel hat die örtliche AOK jüngst mit sieben polnischen Zahnärzten und einem Zahnlabor Verträge abgeschlossen, weil dieselbe Qualität und Garantie gewährleistet seien wie in Deutschland. Hier nutzen viele Patienten die Nähe zur polnischen Grenze für Zahnbehandlungen in Stettin. Durch die geringeren Lohnkosten entfällt für den deutschen Patienten bei Regelbehandlungen die Eigenbeteiligung.

Auch in der Schweiz und in Österreich gehört Zahntourismus gen Osten zum Alltag: In einigen westungarischen Städten wie Soprons praktizieren bereits 300 Zahnärzte – bei nur 60.000 Einwohnern. Auf Mallorca betreibt die AOK eine eigene Niederlassung und verschickt sogar eine Liste der deutschsprachigen Zahnärzte.

Über 1.000 Implantatationspatienten aus Deutschland seit ihrer Eröffnung im Sommer 2006 vermeldet die Dentaprime-Zahnklinik am bulgarischen Goldstrand (Stand: Mai 2008).