Im Prinzip bieten ausländische Zahnkliniken die gleichen Methoden an, die auch Ihr deutscher Zahnarzt durchführt. Für eine Füllung, Parodontosebehandlung oder Zahnreinigung wird sich eine eigens anberaumte Reise aber kaum lohnen. Derartige Behandlungen lassen sich höchstens mit einem ohnehin geplanten Urlaub im jeweiligen Gebiet verbinden. Lohnend für den Zahntouristen sind dagegen die in Deutschland so kostspieligen Zahnimplantate, Zahnersatz jeder Art sowie ästhetische Korrekturen und Neuaufbau. Dazu gehören neben aufwändigen Kieferrekonstruktionen auch Keramik-Inlays, -Veneers sowie –Kronen.

Eine Krone ist eine Ummantelung zum Schutz eines beschädigten Zahns, die wie eine neue Hülle auf den geschliffenen Restzahn geklebt wird, während eine Brücke ein festsitzender Zahnersatz ist, der eine Zahnlücke schließt. Inlays und Onlays aus Gold oder Keramik sind Einlagefüllungen, mit denen größere Löcher gefüllt werden. Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, auf die der Zahnersatz befestigt wird. Das können Kronen, Brücken oder auch (Teil-)Prothesen sein.

Kosmetische Korrekturen wie die bei Hollywoodstars so beliebten „Veneers“, filigrane Keramikschalen, die von außen dauerhaft mit Kunststoff auf die Zähne geklebt werden, oder Bleaching, bei dem mit Wasserstoffperoxid Raucherbeläge, Tee- und Kaffeeflecken verschwinden und strahlendem Weiß weichen, werden ebenso angeboten – und können genauso ins Urlaubsprogramm integriert werden wie eine Stadtrundfahrt. Sie sollten jedoch rechtzeitig vor Urlaubsantritt einen Termin beim Zahnarzt vor Ort vereinbaren.

Und selbst Menschen mit gesteigerter Angst vor dem Zahnarzt werden in den ausländischen Praxen an die Hand genommen. Sie bieten Vollnarkose, Hypnose oder Dämmerschlaf an – und so vergeht die Behandlungszeit wie im Flug, wobei die Urlaubsatmosphäre zusätzlich zur Entspannung beiträgt.