Wenn Sie sich in einer professionell arbeitenden Klinik behandeln lassen (siehe Checkliste) sind die Risiken die gleichen wie bei einem deutschen Zahnarzt. Denn in den EU-Mitgliedsstaaten müssen Zahnärzte zwei Jahre lang kostenlos nachbessern. Das gilt allerdings nur für Laborleistungen. Kommt es zu Reklamationen oder sind Garantieleistungen fällig, muss sich der Patient also direkt an den Zahnarzt im Ausland wenden. Gegebenenfalls kämen daher weitere Reisekosten auf Sie zu.

Denn wenn Sie sich im Ausland behandeln lassen und später ein deutscher Zahnarzt einen Fehler behebt, stellt er eine Privatrechnung aus, die Sie selber begleichen müssen. Viele ausländische Zahnkliniken haben diese Problematik jedoch bereits erkannt und Partnerschaftsverträge mit deutschen Kollegen geschlossen. Für eine Nachbehandlung könnten Sie den deutschen Zahnarzt aufsuchen, der seine Rechnung an den ausländischen Partner schickt. Einige Kliniken stellen es ihren Patienten frei, ob eine weitere Behandlung in Deutschland oder im Ausland erfolgt – und bieten die Übernahme zusätzlicher Reisekosten an. Bei der Suche nach einer geeigneten Klinik sollten Sie auf jeden Fall nach derartigen Garantieleistungen fragen.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt sich von einem deutschen Arzt einen Referenzplan erstellen (unter Umständen mit Gebühren verbunden) und vergleicht diesen mit dem Angebot aus dem Ausland. In jedem Fall sollte man sich nur handelsübliche Implantate einsetzen lassen. In einem Implantatpass müssen Marke, Material und Maße vermerkt werden.